Sachsen ist das einzige Bundesland mit einer Sonderregelung bei der Pflegeversicherung: Arbeitnehmer zahlen einen um 0,5 Prozentpunkte höheren Beitrag (2,2 % statt 1,7 % für Kinderlose ab 23). Dafür ist der Buß- und Bettag in Sachsen ein gesetzlicher Feiertag. Die Wirtschaft wird von der Automobilindustrie (VW, BMW, Porsche in Leipzig), der Mikroelektronik (Dresden als "Silicon Saxony") und dem Maschinenbau geprägt. Das durchschnittliche Bruttogehalt liegt bei ca. 3.400 EUR monatlich. Die Kirchensteuer beträgt 9 %.
Gehaltstabelle Sachsen — Steuerklasse I
Berechnet nach BMF PAP 2026. Ohne Kirchensteuer, Zusatzbeitrag 2,69%. Inkl. Sachsen-PV-Aufschlag.
| Brutto | Netto (SK I) | Netto (SK III) | Netto (mit KiSt) |
|---|
KiSt = Kirchensteuer 9%. PV-Sachsen: AN zahlt 0,5% mehr. Annahmen: Alter 30, keine Kinder, keine Freibeträge.
Häufige Fragen — Sachsen
Warum ist das Netto in Sachsen niedriger?
In Sachsen zahlen Arbeitnehmer einen um 0,5 Prozentpunkte höheren Pflegeversicherungsbeitrag. Das führt bei einem Gehalt von 3.000 EUR brutto zu ca. 27 EUR weniger Netto pro Monat im Vergleich zu anderen Bundesländern.
Warum gibt es den PV-Aufschlag in Sachsen?
Als 1995 die Pflegeversicherung eingeführt wurde, verzichteten alle Bundesländer außer Sachsen auf den Buß- und Bettag als Feiertag. Im Gegenzug übernehmen die Arbeitgeber in den anderen Ländern einen höheren PV-Anteil.
Wie hoch ist das Durchschnittsgehalt in Sachsen?
Das durchschnittliche Bruttogehalt in Sachsen liegt bei ca. 3.400 EUR monatlich. Dresden und Leipzig bieten dabei die höchsten Gehälter, besonders in der Halbleiter- und Automobilbranche.
Welche Branchen sind in Sachsen stark?
Sachsen ist führend in der Mikroelektronik ("Silicon Saxony" in Dresden), Automobilbau (VW Zwickau, BMW/Porsche Leipzig), Maschinenbau und zunehmend in der Erneuerbaren-Energien-Branche.