Lehrer gehören zu den wichtigsten Berufsgruppen in Deutschland. Das Gehalt angestellter Lehrkräfte richtet sich nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) und hängt von Entgeltgruppe, Erfahrungsstufe und Schulform ab. Im Median liegt das Bruttogehalt bei 4.600 EUR pro Monat (E13). Die Eingruppierung reicht von E10 (Einstieg Grundschule) bis E15 (erfahrene Lehrkräfte an Gymnasien/Berufsschulen).

Hinweis: Die folgenden Berechnungen gelten für angestellte Lehrkräfte mit Sozialversicherungspflicht. Verbeamtete Lehrer zahlen keine SV-Beiträge und haben bei gleichem Brutto deutlich mehr Netto.

Gehaltstabelle Lehrer 2026 — Brutto und Netto (angestellt)

Annahmen: Steuerklasse I, 30 Jahre, keine Kinder, keine Kirchensteuer, Zusatzbeitrag 2,69 %, NRW.

Entgeltgruppe / Stufe Brutto/Monat Netto/Monat Nettoquote

Gehaltsdaten basierend auf TV-L Entgelttabelle 2025/2026 und Angaben der GEW. Die tatsächliche Eingruppierung hängt vom Bundesland, der Schulform und der Qualifikation ab.

Einflussfaktoren auf das Lehrer-Gehalt

Region und Bundesland

Das Lehrergehalt variiert zwischen den Bundesländern erheblich. Bayern und Baden-Württemberg zahlen am besten, gefolgt von Hessen und Hamburg. Ostdeutsche Bundesländer haben mittlerweile aufgeholt und bieten teilweise sogar Zulagen, um dem Lehrermangel entgegenzuwirken. Berlin hat als einziges Bundesland den TV-L nicht vollständig übernommen und zahlt nach eigener Entgelttabelle.

Schulform und Fächer

Gymnasiallehrer werden in der Regel in E13 eingruppiert, Grundschullehrer oft in E11 oder E10. Berufsschullehrer mit technischer Ausbildung können E13-E15 erreichen. MINT-Fachlehrer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften) sind besonders gefragt. In einigen Bundesländern gibt es Zulagen für Mangelfächer wie Physik, Informatik oder Musik.

Erfahrungsstufen (TV-L)

Im TV-L gibt es 6 Erfahrungsstufen. Die Stufenlaufzeit beträgt in der Regel 1 Jahr (Stufe 1-2), 2 Jahre (Stufe 2-3), 3 Jahre (Stufe 3-4), 4 Jahre (Stufe 4-5) und 5 Jahre (Stufe 5-6). Vorherige Berufserfahrung kann auf die Stufenzuordnung angerechnet werden. Von Stufe 1 bis Stufe 6 steigt das Gehalt um ca. 25-30 %.

Verbeamtung vs. Anstellung

Verbeamtete Lehrer zahlen keine Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken-, Pflegeversicherung). Stattdessen erhalten sie Beihilfe zur privaten Krankenversicherung und eine Pension im Ruhestand. Der Nettovorteil gegenüber angestellten Lehrern beträgt bei gleichem Brutto mehrere hundert Euro pro Monat. Nicht alle Bundesländer verbeamten Quereinsteiger.

Häufige Fragen zum Lehrer-Gehalt

Wie viel verdient ein angestellter Lehrer in Deutschland 2026?

Das Gehalt hängt stark von der Entgeltgruppe ab. Grundschullehrer starten oft bei ca. 3.400 EUR brutto (E10). Gymnasiallehrer werden typischerweise in E13 eingruppiert und verdienen im Median ca. 4.600 EUR brutto. Erfahrene Lehrkräfte in E15 kommen auf ca. 5.500 EUR brutto.

Was bleibt einem Lehrer netto?

Bei 4.600 EUR brutto (E13 Median) bleiben in Steuerklasse I ca. netto (2026, ohne Kirchensteuer). Ein Berufseinsteiger in E10 mit 3.400 EUR brutto hat ca. netto.

Verdienen verbeamtete Lehrer mehr?

Bei gleichem Bruttogehalt haben verbeamtete Lehrer deutlich mehr Netto, da keine SV-Beiträge anfallen. Der Nettovorteil kann 400-700 EUR pro Monat betragen. Dafür sind die Bruttogehälter (Besoldung A12/A13) oft vergleichbar mit TV-L E11-E13.

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