Krankenschwestern und Krankenpfleger (seit 2020 offiziell: Pflegefachfrau/Pflegefachmann) gehören zu den wichtigsten Berufsgruppen im deutschen Gesundheitswesen. Trotz hoher Verantwortung und körperlicher Belastung liegen die Gehälter unter dem deutschen Durchschnitt. Im Median verdienen Pflegefachkräfte 3.400 EUR brutto pro Monat. Zulagen für Schichtdienst, Nachtarbeit und Wochenendarbeit können das Einkommen aber spürbar erhöhen.

Die Gehälter in der Pflege sind in den letzten Jahren gestiegen, unter anderem durch die Pflegemindestlohnverordnung und Tarifsteigerungen im TVöD-P. Die folgende Tabelle zeigt die Grundgehälter ohne Zulagen.

Gehaltstabelle Krankenschwester 2026 — Brutto und Netto

Annahmen: Steuerklasse I, 30 Jahre, keine Kinder, keine Kirchensteuer, Zusatzbeitrag 2,69 %, NRW. Ohne Schicht-/Nachtzulagen.

Erfahrungsstufe Brutto/Monat Netto/Monat Nettoquote

Gehaltsdaten basierend auf TVöD-P Entgelttabelle 2025/2026, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und Angaben des DBfK. Zulagen für Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit (100-400 EUR/Monat) sind nicht enthalten.

Einflussfaktoren auf das Pflegegehalt

Region und Bundesland

Die Gehaltsunterschiede in der Pflege sind regional erheblich. In Bayern und Baden-Württemberg liegen die Pflegegehälter am höchsten, gefolgt von Hessen und Nordrhein-Westfalen. In Ostdeutschland sind die Grundgehälter 5-15 % niedriger, allerdings gleichen einige Arbeitgeber dies durch Zulagen aus. In Ballungsräumen mit hohen Lebenshaltungskosten (München, Frankfurt, Hamburg) zahlen Kliniken oft Standortzulagen.

Arbeitgeber und Tarifvertrag

Kommunale Kliniken zahlen nach TVöD-P (Pflege) und bieten die verlässlichsten Tarifgehälter. Universitätskliniken vergüten nach TV-L. Kirchliche Träger (Caritas, Diakonie) haben eigene Vergütungsordnungen (AVR), die oft vergleichbar sind. Private Klinikbetreiber zahlen teilweise weniger, bieten aber manchmal Prämien oder andere Benefits. Pflegezeitarbeit kann 20-40 % über dem Tarifniveau liegen.

Fachweiterbildung und Spezialisierung

Fachweiterbildungen steigern das Gehalt deutlich: Intensivpflege und Anästhesiepflege bringen ca. 200-500 EUR mehr im Monat. Auch OP-Pflege, Onkologie und Psychiatrie werden höher vergütet. Wundmanagement, Schmerztherapie und Palliativpflege sind weitere Spezialisierungen mit Gehaltszuschlägen. Pflegefachkräfte mit Studienabschluss (B.Sc. Pflege) haben ebenfalls bessere Verdienstmöglichkeiten.

Zulagen und Sonderzahlungen

Ein wesentlicher Teil des Pflegeeinkommens besteht aus Zulagen: Schichtzulage (ca. 40-105 EUR/Monat), Nachtzuschlag (25 % Aufschlag), Sonntagszuschlag (25 %), Feiertagszuschlag (35-150 %). Dazu kommen Jahressonderzahlungen (oft 60-90 % eines Monatsgehalts im TVöD) und ggf. Leistungsprämien. Diese Zulagen sind teilweise steuerfrei.

Häufige Fragen zum Krankenschwester-Gehalt

Wie viel verdient eine Krankenschwester in Deutschland 2026?

Pflegefachkräfte verdienen im Median ca. 3.400 EUR brutto pro Monat (Grundgehalt ohne Zulagen). Berufseinsteiger starten bei ca. 2.800 EUR, Fachkräfte mit Spezialisierung erreichen 3.900 EUR und Stationsleitungen bis zu 4.300 EUR brutto.

Was bleibt einer Krankenschwester netto?

Bei 3.400 EUR brutto bleiben in Steuerklasse I ca. netto (2026, ohne Kirchensteuer). Eine Stationsleitung mit 4.300 EUR brutto hat ca. netto. Steuerfreie Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit kommen hinzu.

Wie kann man als Pflegefachkraft mehr verdienen?

Die effektivsten Wege sind: Fachweiterbildung (Intensiv, Anästhesie, OP), Übernahme von Leitungsverantwortung, Wechsel zu einem tarifgebundenen Arbeitgeber und die Nutzung von Schichtzulagen. Auch ein Pflegestudium oder der Wechsel in die Pflegeberatung oder das Qualitätsmanagement eröffnen höhere Gehaltsoptionen.

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