Schornsteinfeger prüfen und reinigen Feuerungsanlagen, führen Abgasmessungen durch und beraten zu Brandschutz und Energieeffizienz. Die Vergütung richtet sich nach der Qualifikation, der Berufserfahrung und dem Status als angestellter Geselle oder bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger. Im Median verdienen Schornsteinfeger 3.000 EUR brutto pro Monat. Berufseinsteiger starten bei ca. 2.400 EUR, während erfahrene Schornsteinfeger 3.500 EUR und Bezirksschornsteinfeger bis zu 4.200 EUR erreichen können. Nachfolgend die Brutto-Netto-Berechnung nach BMF Programmablaufplan 2026.

Gehaltstabelle Schornsteinfeger 2026 — Brutto und Netto

Annahmen: Steuerklasse I, 30 Jahre, keine Kinder, keine Kirchensteuer, Zusatzbeitrag 2,69 %, NRW.

Erfahrungsstufe Brutto/Monat Netto/Monat Nettoquote

Gehaltsdaten basierend auf Schornsteinfeger-Tarifvertrag und Branchenerhebungen. Individuelle Gehälter können abweichen.

Einflussfaktoren auf das Schornsteinfeger-Gehalt

Bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger vs. Geselle

Bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger werden per Ausschreibung für einen Kehrbezirk bestellt und übernehmen hoheitliche Aufgaben wie Feuerstättenschau und Bauabnahmen. Ihr Einkommen liegt deutlich über dem eines angestellten Gesellen. Die Bestellung erfolgt für sieben Jahre und kann verlängert werden. Der Verdienst hängt von der Größe des Bezirks ab.

Meisterprüfung als Karriereschritt

Der Meistertitel ist Voraussetzung für die Bewerbung als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger. Schornsteinfegermeister verdienen als Angestellte ca. 300-700 EUR brutto mehr als Gesellen. Die Meisterprüfung umfasst neben handwerklichen Kenntnissen auch betriebswirtschaftliche und rechtliche Inhalte.

Energieberatung als Zusatzqualifikation

Schornsteinfeger mit Zusatzqualifikation als Energieberater können ihr Einkommen durch zusätzliche Beratungsleistungen steigern. Die Nachfrage nach Energieberatung wächst durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und steigende Energiepreise. Energieberater-Zertifizierungen ermöglichen den Zugang zu lukrativen Förderprogramm-Beratungen.

Tarifvertrag und regionale Unterschiede

Im Schornsteinfegerhandwerk gilt ein eigener Tarifvertrag zwischen dem Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks und der IG BAU. Die Tarifgehälter unterscheiden sich zwischen West- und Ostdeutschland, gleichen sich aber zunehmend an. In Ballungsgebieten mit vielen Feuerungsanlagen sind die Verdienstmöglichkeiten tendenziell besser.

Häufige Fragen zum Schornsteinfeger-Gehalt

Wie viel verdient ein Schornsteinfeger in Deutschland 2026?

Schornsteinfeger verdienen im Median ca. 3.000 EUR brutto pro Monat. Berufseinsteiger starten bei ca. 2.400 EUR, erfahrene Schornsteinfeger erreichen 3.500 EUR und als Bezirksschornsteinfeger sind bis zu 4.200 EUR brutto möglich.

Was bleibt einem Schornsteinfeger netto?

Bei 3.000 EUR brutto bleiben in Steuerklasse I ca. netto (2026, ohne Kirchensteuer). Ein erfahrener Schornsteinfeger mit 3.500 EUR brutto kommt auf ca. netto.

Verdienen Bezirksschornsteinfeger mehr?

Ja, bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger verdienen deutlich mehr als angestellte Gesellen. Sie haben ein garantiertes Aufgabengebiet mit hoheitlichen Tätigkeiten und erreichen 4.200 EUR brutto und mehr pro Monat, abhängig von der Bezirksgröße und zusätzlichen freien Tätigkeiten.

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