Die Branche hat einen enormen Einfluss auf das Gehalt: Zwischen der bestbezahlten und der am schlechtesten bezahlten Branche liegen mehr als 50% Unterschied beim Bruttogehalt. Die folgende Tabelle zeigt die Median-Bruttogehälter für 14 Branchen in Deutschland und das daraus resultierende Netto nach dem BMF Programmablaufplan 2026.
| Branche | Brutto/Monat | Netto/Monat | Nettoquote |
|---|
Annahmen: Steuerklasse I, 30 Jahre, keine Kinder, keine Kirchensteuer, Zusatzbeitrag 2,69%, NRW. Median-Bruttogehälter basierend auf Stepstone Gehaltsreport und Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Individuelle Gehälter können je nach Erfahrung, Region und Unternehmen stark abweichen.
Häufige Fragen zu Branchengehältern
Welche Branche zahlt am besten?
Die Pharma- und Chemieindustrie führt mit einem Median-Brutto von ca. 5.800 EUR pro Monat. Es folgen Banken/Finanzdienstleistungen (5.500 EUR) und die Automobilindustrie (5.300 EUR). In diesen Branchen liegt die Nettoquote bei rund 62–65%.
Öffentlicher Dienst vs. Privatwirtschaft
Der öffentliche Dienst zahlt mit ca. 4.200 EUR brutto weniger als die Top-Branchen. Dafür bietet er Arbeitsplatzsicherheit, geregelte Arbeitszeiten und oft eine bessere Altersvorsorge (Zusatzversorgung).
Lohnt sich ein Branchenwechsel?
Ja — zwischen Pharma (5.800 EUR) und Gastronomie (2.600 EUR) liegen über 3.000 EUR brutto pro Monat. Ein Branchenwechsel in eine höher bezahlte Branche kann das Gehalt erheblich steigern, vorausgesetzt die Qualifikation passt.
Warum sind Gehaltsunterschiede so groß?
Die Unterschiede resultieren aus Wertschöpfung, Qualifikationsanforderungen, Gewerkschaftsstärke, Fachkräftemangel und internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Branchen mit hoher Produktivität zahlen tendenziell mehr.